Wege aus der Wohnungsnot

Bauen für „Groß-Berlin“ in Schöneberg und Tempelhof

Vernissage: 11.06.2020 I 18:30 Uhr
Sonderausstellung vom 12.06.2020 bis 03.01.2021

Bei der Gründung „Groß-Berlins“ fehlen der Stadt 130.000 Wohnungen. Die bestehenden Wohnungen weisen oft erhebliche Mängel auf, sind feucht, dunkel und überbelegt. Schöneberg und Tempelhof suchen nach Lösungen und finden ihre Wege aus der Wohnungsnot. Die gleichnamige Ausstellungsreihe im Schöneberg Museum und Tempelhof Museum beleuchtet diese Geschichte.

Die damals noch eigenständige Stadt Schöneberg plant schon während des Ersten Weltkriegs den Bau einer Kleinhaussiedlung am Lindenhof. Licht, Luft, weite Freiflächen und ein Garten für jede Wohnung kennzeichnen die von Martin Wagner entworfene Kolonie. Sie ist das erste große Wohnungsbauprojekt Berlins, das in der Weimarer Republik fertiggestellt wird. Tempelhof ist zu Beginn der 1920er-Jahre größtenteils unbebaut. Durch das vorhandene Bauland und eine massive Förderung aus öffentlichen Mitteln setzt hier eine Welle im Wohnungsbau ein. Von der Gartenstadt Neu-Tempelhof bis zur Stadtrandsiedlung Marienfelde wird Tempelhof in kurzer Zeit zum Wohngebiet.