"Kommt schwimmen." Das Seebad Mariendorf 1876-1950

Sonderausstellung bis 10. Oktober

Das Seebad Mariendorf war weit mehr als eine gewöhnliche Badeanstalt. In den 1920er Jahren strömten bis zu 4000 Menschen täglich im Sommer in die Ullsteinstraße. Dem Gründer Adolf Lewissohn war es über die Jahre gelungen aus einem Tümpel, ein kleines Naturidyll mit einer Parkanlage, Seeterrassen und einer Grotte zu schaffen. Das beliebte Ausflugsziel zog auch sportliche Großereignisse wie die Deutschen Schwimmmeisterschaften 1911 und die Olympiaqualifikation für Stockholm 1912 nach Mariendorf.

Das Lebenswerk des Gründers führte ab 1927 seine Tochter Helene Lewissohn fort. Doch die Weltwirtschaftskrise und die einsetzende Verfolgung und Diskriminierung von Jüdinnen und Juden in den 1930er Jahren führte schließlich zur Zwangsversteigerung des Familienbesitzes.

 

Ort: Tempelhof Museum

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