Sammlung Staudt

Der Tempelhofer Fotograf Herwarth Staudt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vom damaligen Baulenkungsamt Schöneberg beauftragt, alle Kriegsruinen im Bezirk zu fotografieren. Anhand dieser Fotos sollte entschieden werden, ob sich ein Wiederaufbau der Häuser lohnte oder ob sie abgerissen werden mussten. Die Fotos bieten damit einen eindrucksvollen Einblick in die Nachkriegszeit Schönebergs. Rund 5000 von diesen Fotos übergab Herwarth Staudt Ende der 1980er Jahre an das Archiv Schöneberg.

Die Fotos lagen zunächst nur als Abzüge der Kontaktbögen vor und sind nun im Rahmen eines Digitalisierungsprojektes unter museum-digital:berlin online zu sehen.

Im Rahmen der Sonderausstellung "Ruinen und Rolleiflex - Fotos aus der Sammlung Staudt" im Schöneberg Museum (2015) ist auch folgende Publikation erschienen:

Gudrun Blankenburg, Irene von Götz: Das zerstörte Schöneberg
Ruinenfotos von Herwarth Staudt, Berlin, 2015; 18,-€