Sonderausstellung »Terror in der Provinz – Die frühen Konzen­trations­lager in Branden­burg 1933/34«

Eine Wanderausstellung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten / Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen.


Erich Schulz, KPD-Mitglied, wird von SA-Männern in Neuruppin abgeführt, 19. September 1933, Bundesarchiv
Erich Schulz, KPD-Mitglied, wird von SA-Männern in Neuruppin abgeführt, 19. September 1933, Bundesarchiv

Während in Berlin die Ernennung des neuen Reichskanzlers mit großen Kundgebungen gefeiert wurde, setzte überall im deutschen Reich die Verfolgung der politischen Gegner der neuen Regierung ein. Örtliche SA-Standarten, SS und Polizei verschleppten überwiegend Kommunisten und Sozialdemokraten, darunter auch viele Abgeordnete von Stadt und Landesparlamenten in provisorische Haftstätten. Bis zum Sommer 1933 entstanden allein in der damaligen Provinz Brandenburg neun Konzentrationslager. Genutzt wurden leerstehende Fabrikgebäude, Garagen, alte Schulen oder Keller. Viele der Inhaftierten überlebten die Torturen nicht. Lokalzeitungen berichteten breit über die Verhaftungen und Konzentrationslager. Die meisten dieser frühen Konzentrationslager sind heute vergessen.

Die Ausstellung im Gedenkort Papestraße informiert über die einzelnen Lager und über Biografien von Inhaftierten.

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. www.stiftung-bg.de

Ort: Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße

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