Forschungswerkstatt: Kolonialgeschichte in Tempelhof und Schöneberg

Führung durch die Sonderausstellung "Forschungswerkstatt: Kolonialgeschichte"
Führung durch die Sonderausstellung "Forschungswerkstatt: Kolonialgeschichte"

Ausstellung verlängert bis 29.10.2017!

Berlin war als Hauptstadt des Deutschen Kaiserreichs von 1884 bis 1918 das Zentrum der deutschen Kolonialpolitik. Auch in der bis 1920 selbständigen Stadt Schöneberg sowie in der Landgemeinde Tempelhof gab es zahlreiche einflussreiche Vereine und Institutionen, welche die deutsche Kolonialherrschaft aktiv unterstützten. Mit der Ausstellung richtet das Schöneberg Museum erstmals seinen Fokus auf die kolonialhistorische Vergangenheit innerhalb der Grenzen des heutigen Bezirks. Es wird deutlich, dass die deutsche Kolonialherrschaft nicht nur global, sondern auch lokal Spuren hinterlassen hat, die bis heute nachwirken.

>Kunstinstallationen von Anaïs Héraud-Louisadat und Nathalie Anguezomo Mba Bikoro kommentieren die Ergebnisse der historischen Forschungen und machen bisher unbeachtete Erzählungen des deutschen Kolonialismus wieder sichtbar.

 

Begleitprogramm im September

Donnerstag, 14. September 2017 /  19 Uhr

Neue Fundstücke im Archiv – eine Objektpräsentation von Marie Becker

Das Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg stellt neue kolonialgeschichtliche Sammlungstücke vor, die im Rahmen eines öffentlichen Aufrufs dem Archiv übergeben wurden.

 

Donnerstag, 21. September 2017 /  19 Uhr

Vortragsreihe Museum und Forschung mit Katja Kaiser
Wirtschaft, Wissenschaft, Weltgeltung. Die Botanische Zentralstelle für die deutschen Kolonien

Im Botanischen Garten in Schöneberg wurde 1891 die Botanische Zentralstelle für die deutschen Kolonien eingerichtet. Zu ihren Aufträgen zählten der Transfer sowie die wissenschaftliche Untersuchung tropischer Nutzpflanzen. Der Vortrag skizziert die Etablierung der Erforschung der Flora in den Kolonien sowie die damit verbundenen politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Interessen.

Sonntag, 24. September 2017 / 15 Uhr

Führung durch die Ausstellung mit Stefan Zollhauser

 

Donnerstag, 28. September 2017 /  19 Uhr

Vortragsreihe Museum und Forschung mit Prof. Dr. Tobias Nagl
Die Eroberung der Leinwand - Kolonialismus und afrodeutsche Schauspieler im Kino vor 1945

Mit dem Ersten Weltkrieg endete die Realgeschichte des deutschen Kolonialismus. Als Phantasieort besaβen die deutschen Kolonien jedoch weiterhin eine wichtige Bedeutung. Während Filmemacher das Kino in den Dienst der kolonialen Propaganda stellten, erwies sich die Tätigkeit als Komparse für viele afrodeutsche Kolonialmigranten als eine der wenigen Tätigkeiten, die in schwierigen Zeiten Einkommen und „Ansehen“ versprach.

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Ort: Schöneberg Museum

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