"Meine Lehrerin Dr. Dora Lux"

Ein biografisches Portrait

Lesung und Gespräch mit Hilde Schramm

»Sie war die erste deutsche Jüdin, die ich bewusst wahrnahm«, sagt Hilde Schramm über ihre Geschichtslehrerin in Heidelberg, Dr. Dora Lux. Für die Tochter des Architekten Albert Speer war das »wenige Jahre nach der Shoa eine aufwühlende Erfahrung«. Durch Hilde Schramms Leben zieht sich das Bemühen, zur Bearbeitung der NS-Vergangenheit beizutragen. Sie setzt sich für die Opfer des Nationalsozialismus ein, ist Mitbegründerin der »Stiftung Zurückgeben« und erhielt 2004 den Moses-Mendelson-Preis für ihr Lebenswerk.

Ihr Buch über Dora Lux (1882-1959) ist eine persönliche Annäherung an eine unangepasste Frau, die als eines der ersten Mädchen in Berlin Abitur machte und in Altphilologie promovierte. In der Weimarer Republik unterrichtete sie bis zu ihrer Entlassung 1933 am Lette- Haus. »Sie bot der Welt, wenn nötig, die Stirn, in ruhiger Selbstverständlichkeit«.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe CrossKultur 2017

Ort: Schöneberg Museum

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