Forschungswerkstatt: Kolonialgeschichte in Tempelhof und Schöneberg

Ausstellung vom 19.5. verlängert bis 29.10.2017

Berlin war als Hauptstadt des Deutschen Kaiserreichs von 1884 bis 1918 das Zentrum der deutschen Kolonialpolitik. Auch in der bis 1920 selbständigen Stadt Schöneberg sowie in der Landgemeinde Tempelhof gab es zahlreiche einflussreiche Vereine und Institutionen, welche die deutsche Kolonialherrschaft aktiv unterstützten. Mit der Ausstellung richtet das Schöneberg Museum erstmals seinen Fokus auf die kolonialhistorische Vergangenheit innerhalb der Grenzen des heutigen Bezirks. Es wird deutlich, dass die deutsche Kolonialherrschaft nicht nur global, sondern auch lokal Spuren hinterlassen hat, die bis heute nachwirken.

>Kunstinstallationen von Anaïs Héraud-Louisadat und Nathalie Anguezomo Mba Bikoro kommentieren die Ergebnisse der historischen Forschungen und machen bisher unbeachtete Erzählungen des deutschen Kolonialismus wieder sichtbar.

 

Begleitprogramm im Juli / August

Sonntag, 2. Juli 2017 / 14 bis 17 Uhr

Kreativer Familiensonntag in der Forschungswerkstatt

Während einer Familienführung erforschen wir gemeinsam die koloniale Vergangenheit des Bezirks. Welche Produkte konnte man in einem Kolonialwarenladen kaufen? Welche Geschichte steckt hinter einer berühmten Werbefigur für Schokolade? Wie haben sich die Menschen aus den Kolonien gefühlt, als sie vor über 100 Jahren nach Berlin gebracht wurden? Die gemachten Entdeckungen können am Ende kreativ umgesetzt und als Souvenir mit nach Hause genommen werden.
Empfohlen ab 8 Jahren.

 

Sonntag, 16. Juli 2017 / 14 Uhr

Kolonialhistorischer Stadtspaziergang durch Schöneberg mit Stefan Zollhauser
Treffpunkt ist vor dem Haus am Kleistpark, Grunewaldstraße 6 – 7.

 

Sonntag, 30. Juli 2017 I 15 Uhr

Führung durch die Ausstellung mit Johanna Strunge

 

Sonntag, 6. August 2017 I 14 bis 17 Uhr

Kreativer Familiensonntag in der Forschungswerkstatt

 

Sonntag, 20. August 2017 / 15 Uhr

Führung durch die Ausstellung mit Malin Winter