Forschungswerkstatt: Kolonialgeschichte in Tempelhof und Schöneberg

Ausstellung vom 19.5.–3.10.2017

Berlin war als Hauptstadt des Deutschen Kaiserreichs von 1884 bis 1918 das Zentrum der deutschen Kolonialpolitik. Auch in der bis 1920 selbständigen Stadt Schöneberg sowie in der Landgemeinde Tempelhof gab es zahlreiche einflussreiche Vereine und Institutionen, welche die deutsche Kolonialherrschaft aktiv unterstützten. Mit der Ausstellung richtet das Schöneberg Museum erstmals seinen Fokus auf die kolonialhistorische Vergangenheit innerhalb der Grenzen des heutigen Bezirks. Es wird deutlich, dass die deutsche Kolonialherrschaft nicht nur global, sondern auch lokal Spuren hinterlassen hat, die bis heute nachwirken.

Kunstinstallationen von Anaïs Héraud-Louisadat und Nathalie Anguezomo Mba Bikoro kommentieren die Ergebnisse der historischen Forschungen und machen bisher unbeachtete Erzählungen des deutschen Kolonialismus wieder sichtbar.

Begleitprogramm

Kolonialhistorischer Stadtspaziergang

SO 11.6.  um 14 UHR

Wie kam das Usambaraveilchen nach Schöneberg? Was zeigte die Kolonialausstellung an der Rubensstraße? Weshalb gibt es eine „Kolonie Samoa“ in Schöneberg? Und wer legte die „Höllenmaschine ins Reichsentschädigungsamt“? Der Stadtspaziergang widmet sich der kolonialhistorischen Vergangenheit im Bezirk und macht (un)vergessene Geschichte wieder sichtbar.

mit Stefan Zollhauser
Treffpunkt: vor dem Haus am Kleistpark, Grunewaldstraße 6 – 7.